17. Oktober 2019
Im indonesischen Bildungssystem wird bisher nur unzureichend kritische Medienkompetenz gefördert © Wulan Widyasari

Populistische Politik und mangelndes kritisches Denken

Indonesien – Kontroverse Meinungen aushalten und ihren Raum nicht einschränken, ist Bestandteil von Demokratie. Doch genau damit tun sich sowohl die Regierung als auch die Gesellschaft schwer. Die Förderung von Medienkompetenz und kritischem Denken im Bildungssektor könnte dies ändern.
24. September 2019
Redtagging gegen die IFI, gesprayt gegen die Kirchenmauern in Lakewood, Zamboanga del Sur, September 2018 © IFI Pagadian

‚Dutertismo’ oder Der Verfall politischer Kultur

Philippinen - Seit Sommer 2016 geht ein Gespenst um in den Philippinen – das Gespenst des ‚Dutertismo’. Dieser zeichnet sich aus durch bizarres Mäandrieren zwischen (rechts-)populistischem, mitunter finster reaktionärem Poltern und links drapiertem Habitus. Inszeniert wird diese Pendelpolitik gemäß knallhartem Machtkalkül oder sie geschieht in impulsivem, häufig mit misogynen Attacken flankiertem Stakkato. Befindet sich das Land auf dem Weg zum Faschismus?
10. September 2019
Polizisten bei der Demonstration zum 46. Jahrestag des Kriegsrechts in Luneta, Manila © Raffy Lerma

Shrinking Civic Space: Entwicklungshemmnis und bedrohliche Realität

Südostasien - Shrinking Civic Space, die Einschränkung der Handlungsräume zivilgesellschaftlicher Akteur*innen, klingt für viele Menschen in Deutschland abstrakt. Für zivilgesellschaftliche Akteur*innen in Ländern des globalen Südens wirken sich diese Einschränkungen direkt auf ihre Arbeit, ihr Leben und Überleben aus.
8. September 2019
Trauerzeremonie am Brandenburger Tor in Berlin am 30. Oktober 2016 © Sorayut Aiemueayut

Wenn ‚gute Menschen‘ Hilfssheriff spielen – Ein Beispiel für Autoritarismus ‚von unten’

Thailand - Monarchiekritische Personen werden nicht nur online ‚an den Pranger’ gestellt und diffamiert. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Übergriffen auf Andersdenkende. Auch im Ausland lebende Thailänder*innen sind betroffen. Gerade die Diaspora spielt eine wichtige Rolle bei der Identifizierung und Verbreitung der Identität von Kritiker*innen.
2. September 2019
Baumkampagne in Hanoi © 6700 Menschen für Bäume

Autoritärer Staat vs. solidarische Zivilgesellschaft: Reaktionen auf Umweltproteste in Vietnam

Vietnam - Öffentliche Forderungen nach Demokratie werden von staatlicher Seite nicht geduldet. Stattdessen werden Freiheitsrechte zunehmend eingeschränkt, Kritik am politischen System mit Gefängnisstrafen geahndet und soziales Engagement immer öfter als ordnungswidrig und aufrührerisch diffamiert. Der Autoritarismus des vietnamesischen Staats scheint allerdings willkürlich.
2. September 2019
Ausschnitt des Buchcovers zu Judith W. Taschlers Roman "Das Geburtstagsfest" © Verlagsgruppe Droemer Knaur*

Wenn die Vergangenheit dich einholt

Kambodscha - Judith W. Taschlers fesselnder Roman „Das Geburtstagsfest“ handelt vom Er- und Überleben des Regimes der Roten Khmer. Auf einfühlsame Weise schildert die Autorin Verdrängung, Lügen, Traumata und den Umgang mit der Vergangenheit
2. September 2019
Nationalismus, Religion und Wahlkampf auch bei dieser Einladung zu einer islamischen Veranstaltung © Timo Duile

Wahlkampf in Indonesien: Spanduk zwischen Islam und Nation

Indonesien - Für viele Beobachter*innen war der Sieg des Amtsinhabers Joko Widodo bei der Wahl im April 2019 ein Zeichen, dass die Mehrheit der Wähler*innen eine tolerantere Politik mit weniger übersteigertem Patriotismus wollen. Ein Blick auf die Symbolik im Wahlkampf zeigt jedoch, dass die Unterschiede zwischen dem Camp des Präsidenten und des Herausforderers, Prabowo Subianto, nicht besonders groß sind.
2. September 2019
Friedensdemo in Yangon © Generation Wave

„Die militärische Tradition durchdringt noch immer alles“

Myanmar - Der Menschenrechtsaktivist Moe Thway ist Gründungsmitglied und Präsident der Organisation Generation Wave, die sich für Frieden, Demokratisierung und Menschenrechte in Myanmar einsetzt. Im Interview erklärt er, warum die Kultur der Gewalt, des Militarismus und der Unterdrückung in seinem Land noch immer so stark ist.
 
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CALL FOR PAPER Ausgabe 1/2020

THEMA: Klimawandel: Ursachen, Folgen, Gegenbewegung

In Südostasien und weltweit setzt sich ein Bewusstsein für die Folgen des Klimawandels zunehmend durch: zuletzt protestierten beim globalen Klimastreik im September 2019 weltweit Millionen von Menschen - auch in Manila und Jakarta - gegen die Untätigkeit von Regierungen und Wirtschaftsakteuren. Kohleabbau, Zementproduktion, all dies beschleunigt die Freisetzung klimaschädlicher Substanzen. Wälder und Torfmoore, die wichtigsten natürlichen CO2 Speicher, werden seit Jahrzehnten für Palmölplantagen und weitere extraktive Industrien zerstört. Obwohl die ärmsten Bevölkerungsgruppen oft am stärksten von den Folgen betroffen sind, wird in Südostasien die Beschäftigung mit dem Klimawandel oft als Elitendiskurs aufgefasst. Ansätzen der Entwicklungszusammenarbeit wohnt so manch impliziter Vorwurf der ‚Rückständigkeit’ inne, der möglicherweise mit dem Verweis auf ‚Elite’ beantwortet wird. Doch es lohnt sich, noch genauer zu untersuchen, wo weitere Ursachen für diese Diskrepanz liegen.

 
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