Indonesien

13. Juni 2019
Bei einem Clean-Up Event befreien die Trash Heros den Strand von Maumere von Plastikmüll © Kristian Gäckle

„… weil ich möchte, dass die Menschen den Müll nicht mehr einfach so wegwerfen“

Indonesien - Auf der Insel Flores sorgt Susilowati mit vielen Gleichgesinnten dafür, dass Müll gesammelt, sortiert und recycelt wird. Kinder sind in die Programme der Trash Heros besonders einbezogen, um Müllvermeidung im Alltag zu verbreiten. Ein Interview mit der „Müllkönigin“ von Maumere.
10. Juni 2019
Kunst aus Plastikdeckeln © Rüdiger Bischoff

Müllbanken in Indonesien (Teil II)

Indonesien - Müllbanken (‚waste banks’), sind ein Konzept, das gewährleisten soll, dass der monetäre Wert, den wieder verwertbarer Müll bei dessen Abgabe erbringt, ‚angespart‘ wird. Die Autorinnen des folgenden Artikels haben in ihrer Forschung zwei Müllbanken mit Hinblick auf ihre sozialen Dimensionen, ihren Verwobenheiten mit multinationalen Konzernen und ihren Umgang mit Abfall und finanziellen Nöten auf der Insel Java untersucht.
3. Juni 2019
Suwung Deponie: Plastikmüll soweit das Auge reicht © Svenja Hübinger

Touristen kommen und gehen – der Müll bleibt

Indonesien - Die beliebte Urlaubsinsel Bali wird jährlich von über fünf Millionen Touristen besucht. Ende 2017 ließ Balis Regierung den Müll-Notstand ausrufen. Ein Weckruf, der ein Jahr später zur Deklaration eines längst überfälligen Verbots von Einwegplastik seitens der balinesischen Regierung führte.
3. Juni 2019
Müllbank-Prozess © Lena Keller-Bischoff

Müllbanken in Indonesien (Teil I)

Indonesien - Müllbanken (‚waste banks’), sind ein Konzept, das gewährleisten soll, dass der monetäre Wert, den wieder verwertbarer Müll bei dessen Abgabe erbringt, ‚angespart‘ wird. Die Autorinnen des folgenden Artikels haben in ihrer Forschung zwei Müllbanken mit Hinblick auf ihre sozialen Dimensionen, ihren Verwobenheiten mit multinationalen Konzernen und ihren Umgang mit Abfall und finanziellen Nöten auf der Insel Java untersucht.
20. Mai 2019
Ohne Arbeiter werden die Fabriken zu Geisterhäusern © Taring Padi

Solidarität mit künstlerischen Mitteln

Indonesien - Seit mehr als 20 Jahren streitet das Künstlerkollektiv Taring Padi mit kreativen Mitteln für die Rechte der Arbeiter*innen. Die Poster, Banner und Murals der Gruppe sind sowohl Aufruf zum Kampf als auch Dokumentation der indonesischen Arbeiterbewegung
17. April 2019
Ausschnitt eines Posters des Künstlerkollektivs "Nobodycorp International": Worte als Pflanzen auf dass sie viele werden © Nobodycorp

“Was ich fordere, ist Veränderung!”

Indonesien - Wiji Thukuls "graswurzellieder" sind wunderschöne Appelle an die Menschlichkeit. Die Gedichte des Lyrikers und Oppositionellen, der seit 1998 verschwunden ist und wahrscheinlich von Militärs ermordet wurde, sind nun erstmals gesammelt einem deutschsprachigen Publikum zugänglich. In Indonesien sind Wiji Thukuls Verse Slogans im Kampf gegen Unterdrückung und begleiten bis heute zahlreiche Proteste.
12. April 2019
Demonstration am internationalen Frauentag 2018 in Jakarta. Arbeiter fordern bessere Arbeitsbedingungen und Mutterschutz für Arbeiterinnen © LIPS

„Am Arbeitsplatz getötet“: Prekäre Arbeit in der Elektronikindustrie

Indonesien - Die Elektronikindustrie wird seit 2018 von der Regierung als Schlüsselbranche gefördert. Das heißt jedoch nicht, dass damit gravierende Arbeitsrechtsverstöße und mangelnde Gesundheitsstandards z.B. beim Einsatz von Chemikalien stärkere Beachtung erfahren.
30. März 2019
In Indonesien sind viele Frauen im Online-Business tätig © Fathimah Fildzah Izzati

Frauen im Onlinegeschäft: Zwischen Hausarbeit und Zweitjob

Indonesien - Nach der globalen Wirtschaftskrise im Jahr 2008 kam es zu technologischen Innovationen im Plattformkapitalismus, die zu Neuerungen in Vertriebsprozessen führten. Seitdem nimmt der Onlinehandel zu. Im Mittelpunkt dieses Artikels stehen Chancen und Herausforderungen von Frauen im Onlineshop-Geschäft.
29. März 2019
Screenshot aus dem Film "Bekasi in Bewegung" © LIPS

Einblicke in einen der größten Arbeitskämpfe Südostasiens

Indonesien - Bekasi ist die am dichtesten besiedelte Industriestadt Indonesiens. Rund eine Million Menschen schuften dort für den globalen Markt. Der Dokumentarfilm "Bekasi in Bewegung" zeigt Arbeitsbedingungen und Organisierung des indonesischen Proletariats – und seine Erfolge ...
14. März 2019
Nachdem PT Sentosa Utama Garmindo am 25. Januar 2019 besetzt wurde, gibt es Hinweise darauf, dass die Fabrik den Standort verlagern wird © GSBI

“Wettbewerb nach unten”- Die Verlagerung von Fabrikstandorten

Indonesien - Der Industriesektor in Indonesien entwickelt sich dahin, Fabriken aus Gebieten mit hohen Lohnstandards, wie dem Großraum Jakarta, in Gebiete mit niedrigen Löhnen umzusiedeln, zum Beispiel nach Zentraljava. Standortverlagerung und Expansion erlauben die Senkung der Produktionskosten und sind somit Strategien zur Gewinnmaximierung für Unternehmen. Doch was passiert mit den Arbeiter*innen?
5. März 2019
Beim Tag der Arbeit 2018 in Jakarta fördern die Gewerkschaften rassistische und xenophobische Ideologien © Dina Septi Utami

Der Wahlkampf geht vorüber, der Rassismus in den Gewerkschaften bleibt

Indonesien - Nicht alle indonesischen Gewerkschaften nehmen xenophobe und rassistische Positionen ein. Doch es ist unter Arbeiter*innen weit verbreitet, Ausländer*innen als Ursache für schlechte Arbeitsbedingungen zu sehen. Islamistische Gruppierungen und nationalistische Politiker nutzen diese Stimmung - und verstärken sie.
21. Februar 2019
Ein indonesischer Arbeiter*innenverein zeigt Flagge am Hauptbahnhof in Taipeh © Petra Melchert

Gastarbeit – Gast-Aktivismus: Indonesische Kurzzeit-Migrant*innen in Taiwan

Indonesien/Taiwan - Migrant*innen werden in Taiwan als sogenannte ‚Nutzmenschen’ ausgebeutet. Arbeiter*innenorganisationen konnten aber trotzdem einige Erfolge bei der Durchsetzung ihrer Rechte erzielen.
18. Februar 2019
Indonesien: Protest gegen union busting, 2019 © FSBKU

Zwischen politischer Marginalisierung und Selbstbehauptung

Indonesien - Die ökonomischen und politischen Herausforderungen der Gewerkschaften Indonesiens sind angesichts der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse im Land immens. Aber auch die aktuelle politische Lage Indonesiens mutet an wie kurz vor dem Scheideweg. Mit dem antikommunistischen Erbe aus der Suharto-Regierung und der Entwicklung der vergangenen Jahre, hin zu einem nach politischer Macht strebenden Islam, stehen viele zivilgesellschaftliche Kräfte unter großem Druck.
17. Februar 2019
Demonstration am Kreisverkehr Hotel Indonesia, Jakarta © Tri Puspital

Der Kampf der Freeport Arbeiter*innen in Westpapua

Indonesien - Am 1. Mai 2017 traten ca. 8.000 Angestellte und Leiharbeiter*innen der zweitgrößten Kupfermine der Welt, der Grasbergmine in Westpapua, einen Streik an. Sie reagierten damit auf die Zwangsbeurlaubung und Massenentlassungen von über 30.000 Arbeiter*innen durch das globale Bergbauunternehmen Freeport McMoRan. Hintergrund ist die Neuregulierung der Bergbauindustrie in Indonesien.
7. Februar 2019
Wasserritual im Kendeng-Gebirge © Mokh Sobirin

Der schützende Drache

Indonesien - Das Kendeng-Gebirge bietet wegen seiner zahlreichen Quellen die Lebensgrundlage für Hunderttausende Menschen. Doch Zementfabriken bedrohen in der Region die Umwelt und den sozialen Frieden. In den Dörfern regt sich Protest und die Menschen besinnen sich auf alte, mystische Kräfte.
24. Januar 2019
Geister hinter den Kulissen der Macht

Geister hinter den Kulissen der Macht

Indonesien - Der so genannte Kalte Krieg führte Mitte der 60er-Jahre in Indonesien zu einem Massenmord an Linken durch Militärs, Paramilitärs und Zivilisten. Das Blutbad ebnete den Weg für die – von Washington, London und Bonn unterstützte – antikommunistische Diktatur von General Suharto. Die traumatischen Erinnerungen der Überlebenden spiegeln sich bis heute in Geschichten über gefährliche Geister und verwunschene Orte.
14. Januar 2019
Eine Besucherin der Ausstellung "(Im)possible Identities – or how can we learn from ghosts?“ in der Galerie Cemeti in Yogyakarta © Dimaz

Von Geistern lernen …

Indonesien - Die Hamburger Künstlerin Katharina Duve hat im Rahmen eines Künstlerresidenz-Programms des Goethe-Instituts drei Monate in der indonesischen Stadt Yogyakarta verbracht. Zum Abschluss präsentierte sie ihre Recherchen zum Thema Geisterglauben in Java sowie die Ergebnisse ihres Workshops mit dem Titel "(Im)possible Identities – or how can we learn from ghosts?"
22. Dezember 2018
Kapuas Fluss, Indonesien © Timo Duile

Stadt, Land, Geist. Kuntilanak auf der Suche nach einer Heimat

Indonesien - Mit Kanonen vertrieb einst der Sultan von Pontianak das Geisterwesen Kuntilanak. Filme und Gruselgeschichten halten die gefürchtete Untote lebendig, während Menschen die Bäume, in denen sie lebte, zerstören.
12. Dezember 2018
Buchcover: Reimar Schefold: Ein bedrohtes Paradies © Quintus Verlag

Ahnen, Animismus und die Absurdität des modernen Menschen

Rezension zu: Reimar Schefold: Ein bedrohtes Paradies. Meine Jahre bei den Sakkudei in Indonesien.
10. Dezember 2018
Zeitgenössische Schattenspielfiguren des Künstlers Sukasman © Claudia Seise

Wesen des Feuers – Zum Umgang mit dschinn in Yogyakarta

Indonesien - Obwohl es orthodox-islamischen Praktiken widerspricht, gibt es javanische Muslim*innen, die sich in Interaktion mit Geisterwesen befinden. Sie werden befriedet, bespendet und – wenn sie ungewollt "zur Untermiete" wohnen – auch ausgetrieben. Die entsprechenden Rituale spiegeln die synkretistischen Traditionen der Region.