18. Februar 2019
Bauern protestieren gegen die Konfiszierung ihres Landes durch das Militär. Die Reformen haben den Raum für offene Proteste ausgeweitet. 2014. © Jinyoung Park

Der Einfluss sozialpartnerschaftlicher Ideologie in den Gewerkschaften von Myanmar

Myanmar - Viele Arbeiter*innen nutzen die neuen politischen Freiheiten, um sich zu organisieren und Proteste und wilde Streiks durchzuführen. Selbstorganisierte Aktionen werden aber von den offiziellen Gewerkschaftsverbänden, die sozialpartnerschaftlich orientiert sind, skeptisch gesehen.
18. Februar 2019
Etwas über 1,7 Millionen Erwerbspersonen sind in der meist küstennahen Fischerei tätig © Lilli Breininger

Gewerkschaften in den Philippinen: Vielfalt ohne Stärke

Philippinen - Die Entwicklung von Gewerkschaften setzte in Philippinen im Vergleich zu den asiatischen Nachbarn sehr früh ein. Heutzutage ist rund ein Fünftel der Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert, die meisten in lokalen Arbeiter*innen-Organisationen mit wenig Durchsetzungskraft. Die große Zahl von Arbeitslosen und -willigen schwächt die Verhandlungsmacht der Lohnarbeiter*innen.
18. Februar 2019
Bed and Bath Arbeiter*innen protestieren gegen ihre Massenentlassung. 10 Oct 2002 © Junya Yimprasert

Ende der Gewerkschaftsbewegung

Thailand - Militärputsche sind in der Regel schlechte Neuigkeiten für die Arbeiter*innenbewegung. Warum unterstützen die thailändischen Gewerkschaften dennoch die jüngsten Putsche des Militärs?
18. Februar 2019
Indonesien: Protest gegen union busting, 2019 © FSBKU

Zwischen politischer Marginalisierung und Selbstbehauptung

Indonesien - Die ökonomischen und politischen Herausforderungen der Gewerkschaften Indonesiens sind angesichts der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse im Land immens. Aber auch die aktuelle politische Lage Indonesiens mutet an wie kurz vor dem Scheideweg. Mit dem antikommunistischen Erbe aus der Suharto-Regierung und der Entwicklung der vergangenen Jahre, hin zu einem nach politischer Macht strebenden Islam, stehen viele zivilgesellschaftliche Kräfte unter großem Druck.
17. Februar 2019
Infusionen für in Ohnmacht gefallene Arbeiterinnen © Central

(K)ein unerklärliches Phänomen: Massenohnmachten in kambodschanischen Bekleidungs- und Schuhfabriken

Kambodscha - Die Anzahl an Massenohnmachten in kambodschanischen Bekleidungs- und Schuhfabriken steigt stetig an. Viele Arbeiter*innen leiden unter zu großer Hitze in den Fabriken, an Überarbeitung und Unterernährung. Obwohl die Ursachen für die Ohnmachtsfälle offensichtlich sind, will niemand dafür die Verantwortung übernehmen.
17. Februar 2019
Thailand: Proteste ohne politische Repräsentation. Entlassene Triumph-Arbeiterinnen besetzen das Arbeitsministerium in Bangkok, 2006 © Oliver Pye

Arbeiter*innenbewegungen und politische Teilnahme in Südostasien

Südostasien - In westlichen Demokratien wird generell angenommen, dass die Arbeiter*innenbewegung formelle Verbindungen zu kommunistischen, sozialdemokratischen oder arbeitnehmerorientierten politischen Parteien unterhält. Das gilt aber nicht für Südostasien, wo die organisierte Arbeiterschaft größtenteils vom politischen System ausgeschlossen ist.
17. Februar 2019
titelbild

Vom Mensch zum Inputfaktor – Einblicke in das Leben der Arbeitsmigranten in Singapur

Singapur - Dieses Fotoessay zeigt Bilder eines thailändischen Rückkehrers, der in den 1990er Jahren als Vorabeiter auf einer Baustelle in Singapur gearbeitet hat. Es gibt einen einzigartigen Einblick in das Alltagsleben von Arbeitsmigranten in Singapur und macht deutlich, dass sich die ‚foreign workers’ trotz der ihnen auferlegten strengen Regeln durchaus auch ihren Freiraum erkämpfen und aneignen.
17. Februar 2019
Demonstration am Kreisverkehr Hotel Indonesia, Jakarta © Tri Puspital

Der Kampf der Freeport Arbeiter*innen in Westpapua

Indonesien - Am 1. Mai 2017 traten ca. 8.000 Angestellte und Leiharbeiter*innen der zweitgrößten Kupfermine der Welt, der Grasbergmine in Westpapua, einen Streik an. Sie reagierten damit auf die Zwangsbeurlaubung und Massenentlassungen von über 30.000 Arbeiter*innen durch das globale Bergbauunternehmen Freeport McMoRan. Hintergrund ist die Neuregulierung der Bergbauindustrie in Indonesien.
 
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THEMA: Plastik & Plastikmüll in Südostasien

Plastik ist ein relativ junges Material. Es wird seit 150 Jahren entwickelt und seit den 1950er Jahren in Massenproduktion hergestellt. Doch der „Siegeszug“ des in vielen Bereichen so „praktischen“, aber kaum abbaubaren Materials, hat verheerende Folgen. Nur ein geringer Teil des global produzierten Plastiks wird recycelt. Das meiste landet entweder direkt in der Natur, oder auf Straßen, Stränden und Mülldeponien. Jährlich müssen die Weltmeere rund acht Millionen Tonnen Plastik von uns Menschen aufnehmen. Das ist laut der Zeitschrift National Geographic so viel, als wenn auf jedem Quadratmeter Küste rund um die Welt je 15 Einkaufstüten voller Plastikmüll lägen.

In der kommenden südostasien Ausgabe 2/2019 wollen wir beleuchten, welche Akteur*innen in das Zusammenspiel von Produktion, Verkauf, Konsum und Entsorgung von Plastik wie in Südostasien eingebunden ist und wie Plastik-Müll wiederverwertet, gehandhabt und für eigene Zwecke verdinglicht wird.

Wir möchten uns diesen Fragen in möglichst vielen verschiedenen Darstellungsformen widmen: Reportagen, Analysen, Portraits, Interviews oder auch Foto-Essays. Wir freuen uns auf eure Ideen!


 
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